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Tag 23, Riga – ‚Willkommen in der Zivilisation‘

Posted under Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Mittwoch 21 November 2007 at 05:56

Ortseingang Riga An der estonischen und der lettischen Grenze gab es dann keinerlei Probleme mehr. Der estonische Zollbeamte schaute ebenfalls in unsere Papiere, aufs Auto und schließlich auf uns. Ob das private Sachen da hinten im Auto wären fragte er.. Mit einem etwas mitleidigem Blick wie „Euch haben die Russen doch sicher schon komplett auseinandergenommen“ winkt er uns durch. Da fühlt man sich doch irgendwie wieder zu Hause, spätestens beim Sichten des blauen EU-Schildes überkam uns eine Art Heimatgefühl. Aus Deutschland kommentiert Andi per Nachricht aufs Handy die erfolgreiche Grenzquerung mit „Willkommen in der Zivilisation!“. (more…)

Tag 23, До свидания Poccия – auf Wiedersehen Russland! „Big Problem“ an der Grenze.

Posted under Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Dienstag 20 November 2007 at 14:10

an der Grenze.. Die Grenze.. Die Grenze.., russische Seite Eesti Zoll

20:45Uhr erreichen wir die russisch-estonische Grenze. Der Weg nach Riga führt durch ein kurzes Stückchen Estland hindurch. In 3h 45min läuft mein Visum aus. Hat die Grenze noch geöffnet? Auf dem Hinweg waren wir an viele Grenzen gekommen, die abends schließen. Die russische Grenze in Richtung Ulan Bator beispielsweise schließt um6, für Russen um 7Uhr. Die letzte Stunde Fahrt in Richtung Grenze gab es keinen Gegenverkehr mehr, in unserer Richtung fuhr nur ein einziger russischer Lada. Der Vizekonsul in St.Petersburg konnte uns nichts über die Öffnungszeiten sagen, nur dass uns dann noch größere Probleme erwarteten, falls wir das Visum überziehen würden – Die Grenze hat geöffnet. Am ersten Schlagbaum erhalten wir einen Laufzettel mit Uhrzeit – das Visaproblem wäre damit schoneinmal gelöst.

Der Zöllner schaut in die Papiere, schaut uns an, dann das Auto. „Bolschoi Problem“ sagt er. Wir verstehen, wollen aber nicht verstehen. Nach und nach holen wir weitere „super wichtige“ Dokumente hervor. Er ruft eine Kollegin die seine Worte ins Englische übersetzt. Auch nachdem wir das in Russisch verfasste Schreiben vom Konsulat vorgezeigen, heißt es „Big Problem“. Der Herr Andreas Fießer dem das Auto gehört solle nach Russland kommen um das Auto zu holen. Wir könnten höchstens zu Fuß ausreisen, das Auto bliebe hier. Das konsularische Schreiben und die ADAC-Vollmacht helfen hier offensichtlich nichts. Einen russischen Notar müßte man in der Familie haben.. Wir reden auf den Beamten ein und überhäufen ihn nocheinmal mit Genehmigungen, Empfehlungsschreiben und Schreiben aller Art. Schließlich befiehlt der Chef das Auto auszuräumen. Sollen wir jetzt die Sachen ausladen und dann damit zu Fuß ausreisen?

Die Grenze.., estonische Seite Die Grenze.., estonische Seite Eesti.. EU-Europa!

Wir packen ihm alles hin. Die Rucksäcke, Beutel, Kisten, auch die Dreckwäsche darf er gern durchwühlen, was er dann auch tut. Anschließend kriecht er in die letzte Ecke unseres Autos und wühlt unter den Sitzen und in allen Ecken nocheinmal herum. So müssen sich Bundesbürger früher an der innerdeutschen Grenze gefühlt haben. Für Aufsehen beim Zöllner sorgt meine Packung Anis in der Plastiktüte, auch der Souviniersand aus der Mongolei interessiert ihn. Als er die Verpackung der Ersatz-Zylinderkopfdichtung knicken will muss ich ihn lautstark daran hindern. Jetzt ist sein Interesse geweckt. „Open! Давай! Давай!“. Seine Augen glänzen. Als ich die Pappe öffne und er die Zylinderkopfdichtung sieht entweicht ihm ein leicht enttäuschtes „нето проблем – njeto problem“. Mittlerweile sind wir der Meinung diese Grenze passieren zu dürfen. Warum sonst macht er sich den Aufwand jetzt noch das Auto so gründlich zu inspizieren? Hauptsache er findet dieses eine Souvinier von der Transkontinentalen nicht, das könnte ihm die mittlerweile doch ganz gute Laune wieder verderben. Er kommt an mehreren Wodkaflaschen im Auto vorbei was uns aber keine Pluspunkte verschafft. Der erste Russe auf unserer Reise der keinen Wodka mag? Als er dann endlich fertig ist sollen wir „dawei, dawei“ schnell schnell, die Sachen wieder einräumen. Eine Gepäckreorganisation konnten wir so mit dem Ärger auch nicht verbinden. Bevor er sichs nocheinmal anders überlegt fahren wir aber auch besser schnell los. Um Russland verlassen zu können müssen wir an der letzten Station den Laufzettel wieder abgeben. Nach der Gepäckaktion eben ist dieser zunächst aber verschollen, nach kurzer Suche jedoch wieder auffindbar. Dann öffnet sich der letzte russische Schlagbaum. Mit Unterbrechungen verbrachte ich in den letzten drei Monaten etwa sechs Wochen in Russland, trotzdem bin ich froh nun mit Auto ausreisen zu dürfen. Jetzt zu Fuß in die EU hätten wir unser Zelt wohl gleich an der estonischen Grenzstation mit Blick rüber nach Russland, zum Micra aufgeschlagen. 22:35Uhr, До свидания Poccия, es war meistens sehr schön mit dir. ; -)

Grenzerfahrung, 15.08.2007, Tag 24: Kasachstan–>Russland

Posted under 08_Kasachstan,09_Russland_Teil 1:Sibirien,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Dienstag 21 August 2007 at 19:11

Tag 22, 13.08.2007: Grenzerfahrung Kirgistan–>Kasachstan

Posted under 07_Kirgistan,08_Kasachstan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Montag 13 August 2007 at 19:05

irgendwo in Kasachstan Kasachstan, wir kommen!

Tag 21, 12.08.2007: Grenzerfahrung Usbekistan–>Kirgistan

Posted under 06_Usbekistan,07_Kirgistan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Montag 13 August 2007 at 18:57

Grenzerfahrung, Tag 21: Usbekistan–>Kirgisien „Kirgistan – Problem no!“

Obwohl wir 6Uhr aufgestanden waren, kommen wir erst 7:30Uhr los. Aber für ein so nettes Frühstück mit Geirat und seinem Nachbarn lässt sich unser straffer Zeitplan gern einmal dehnen..

7:45 Grenzversuch
Wir stehen vor der ersten Grenze und werden nicht aus dem Land herausgelassen. Ich frage wo das Problem liegt „Problem Kirgistan? Problem Usbekistan?“ Ich bekomme keine eindeutige Antwort. Klar ist aber, dass wir hier nicht durchkommen: Der Grenzbeamte macht keinerlei Anstalten bestochen werden zu wollen – ein eindeutiges Zeichen, dass es hier wirklich keinen Weg hindurch gibt. Ein letzter Blick hinüber auf die kirgisische Flagge, dann wenden und los zum nächsten Übergang. Wir fragen uns durch.

8:35 Polizeikontrolle
Wenn er uns schon aufhält, dann soll er uns auch gleich nocheinmal den Weg zum nächsten Grenzübergang erklären. Die Übergänge sind nie ausgeschildert – wozu auch? Das eigene Land ist eh das beste und tollste, warum schon auf den Nachbarn verweisen, mit dem man früher eh mal dicken Ärger hatte.. Eigentlich sollte das ja eine Abkürzug sein -nicht Osh im Osten, sondern hier im Norden über die Grenze. Gestern Abend hatten wir auch schon zwei Grenzübergänge die uns nicht rausgelassen hatten. Von Geirat wissen wir, dass die Kirgisen Nationalfeiertag am 1.September haben und desw. viele Grenzen schliessen. Aber heute ist doch erst der 12.August?!

9:30 Stoßdämpfer
Die Grenze haben wir noch immer nicht gefunden. Dazu muss gesagt werden, dass wir uns im östlichen Zipfel von Usbekitan befinden. Hier, nördlich der Hauptverbindungsstraße gibt es eigentlich keine größeren Entfernungen als 20 Kilometer. Wieauchimmer: Anstatt die Grenze zu finden, finden wir den“Master“. Gesuf heisst der Master, er hat einen kleinen Laden mit allerlei nützlichen Schrauben, Gummimuffen usw. Für unsere Dämpfer direkt passendes hat er aber nicht da. Egal, er schnappt sich Matthias und zieht mit ihm los in seine privat Werkstatt.

Neben einem ziemlich zerlegten Wolga finden sie die fehlenden und passenden Teile. Gesuf lotst uns dann noch in eine Werkstatt gegenüber, schraubt aber selbst alles bei uns am Auto. Es bildet sich wie so oft wenn wir zum stehen kommen, eine größere Menschentraube um uns. Diesmal sind aber alle etwas frecher – sie fangen einfach an auf unserm Auto herumzumalen, ein anderer will mir die Kamera aus der Hand nehmen – nicht um sie zu klauen, sondern nur um sich das einmal näher anzuschauen – trotzdem frech, hätte ja vorher fragen können..
Auf dem Auto unterschreiben darf natürlich nur … . Er will auch kein Geld für seine Schraubleistungen, wünscht uns eine gute Fahrt. Wir bedanken uns und machen uns wieder auf Grenzsuche.

10:10 Grenzstation mit Umgehungsstraße
Um den Usbekischen Grenzposten kann man herumfahren. Ein Grundstück auf dem Feld, ca.50m x 100m groß, vorn und hinten ein Tor. Ist man zu faul zum Lenken, muss man durch den Behördenkram durch und die Tore werden nacheinander geöffnet. Möglichkeit zwei: Man lenkt einmal rechts und dann noch zweimal links – schon ist man an Tor2 und vorbei an der Grenzstation – um die lieblos auf die letzten Meter hingelegten Betonklötze kommt man mit etwas Geschick schon herum. Wir sind aber zu faul zum lenken. Durch das Gittertor reichen wir dem Soldaten unsere Pässe. Er schaut uns an, als hätte er seit Wochen keine „Kundschaft“ gehabt. Mit einem Blick wie „Was fang ich denn mit Euch jetzt an?“ und den Worten „5 Minuten“ verschwindet er im Haus nebenan.

10:25 Passkontrolle Usbekistan
Wir werden zu Fuß hineingerufen. Bei der Ansage „5Minuten“ wollten wir uns schon auf länger eingerichten, aber umso besser..
Andi ist mal wieder zuerst bei der Kontrolle – bei dem Herrn Fiesser oder FieBer (gesprochen: Fiewer) gibts ja öfters Probleme. Oberhalb der Passkontrolle ist ein Vogelnest mit drei kleinen hungrigen Vögeln – die Mama kommt alle paar Minuten hineingeflattert und füttert die Kleinen.

dscn2044_small_small.jpg Andi bei der Passkontrolle dscn2045_small.jpg
10:45 Zoll
Wir füllen zunächst die Zollerklärungen aus.

11:00 Dollari?
Wir holen die Autos ins Usbekische Garten-Grenzgrundstück. Dann gibt es Probleme. Wir haben wahrheitsgemäß unsere mitgeführten Euro und Dollar angegeben. Peter hatte im Land Euro gegen Dollar getauscht. Zuerst wird ihm vorgeworfen, dass er mehr Dollar ausführt als er eingeführt hat, dann wollen die Zollbeamten einen Beleg der Bank oder Wechselstube sehen wo wir getauscht haben. Auf dem Basar haben wir natürlich keinen Beleg bekommen. Peter hatte auf seinem Weg zum Geldwechseln vier mysteriöse Gestalten nacheinander kennengelernt und offensichtlich alle Gesichtskontrollen bestanden. Nach einem Beleg zu fragen wäre da wohl eher überflüssig gewesen.. Kein Beleg also, dafür war der Kurs aber gut. ;-)

Wir freunden uns mit dem Maler an, der streicht gerade das Zollgebäude von außen. Als er bemerkt, dass wir Deutsche sind leiert er alle deutschen Worte runter die er kann und schließt diesen Reign mit „Usbekistan“ ab. Wir klatschen laut Beifall. Ab hier haben wir alle auf unserer Seite. Dem Chef ist jetzt egal wieviel Dollar wir ausführen. Er entdeckt noch ein paar türkmenische Mannat in unserer Mittelkonsole, schaut kurz kritisch – als ich sage „Souvinier Türkmenistan“ lacht er wieder.

11:18 Auf Wiedersehen Usbekistan
Wir verlassen das Usbekische Grenzkontrollgrundstück, von rechts kommt die Umgehungsstraße, wir fahren geradeaus. Links und rechts Felder – Landwirtschaft im Niemandsland.

11:20 Grenzkontrolle auf Kirgisisch
Die kirgisische Grenze besteht aus nichts als einem Schlagbaum. Dahinter fürht direkt quer eine Landstraße vorbei. Davor steht ein Schreibtisch im Freien, dort sitzt der Chef. Rechts daneben ein LKW – evtl. das Schlafzimmer der Soldaten.

11:30 FERTIG – ES LEBE KIRGISTAN!
Nach zehn Minuten ist der Chef durch mit unseren Pässen. Jetzt Zollerklärung? Dann Zoll? Versicherungen? Bestechungsanfragen? Roadtax? Bekommen wir noch einen Stempel? „Problem no“ sagt der Chef.
Wir fragen ihn noch ob es links oder rechts herum nach Bishkek geht – links herum sagt er. Wir sind drin – nach z-e-h-n Minuten!! Das Land hat ab sofort vier neue große Fans!

11:31 ???!!!
Ich bekomme eine Melone geschenkt.
Gerade als ich in das Auto einsteigen will kommt ein Soldat mit einer Melone auf mich zu. Nee, oder?! Kann mich einer kneifen? Eine zentralasiatische Grenzkontrolle dauert nur zehn Minuten? Anstatt jemanden zu bestechen um nach 5Stunden endlich weiterzukommen, dauert es von ganz allein nur zehn Minuten? Am Ende bekommt man noch ein Geschenk? Ab sofort habe ich Kirgistan ins Herz geschlossen.



Tag 17, 08.08.2007: Grenzerfahrung Turkmenistan–>Usbekistan

Posted under 05_Turkmenistan,06_Usbekistan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Montag 13 August 2007 at 18:46

Text folgt

Tag 14, 05.08.07: 1x Grenzerfahrung Kaspisches Meer & Turkmenistan

Posted under 04_Aserbaidschan,05_Turkmenistan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Donnerstag 9 August 2007 at 22:12

(Text folgt – Buch)

Tag 12, 03.08.07: Grenzerfahrung Aserbaidschan & Kaspisches Meer

Posted under 04_Aserbaidschan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Donnerstag 9 August 2007 at 22:08

Auschecken aus Aserbaidschan und Fähre klarmachen furs Kaspische Meer. (Text folgt)

die Faehre.. eineinhalb Schiffe ;-) und los!

Grenzerfahrung: Georgien –> Aserbaidschan (zu Tag9, 31.07.2007)

Posted under 03_Georgien,04_Aserbaidschan,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Mittwoch 1 August 2007 at 22:09

Aserbaidschan ist unser erstes Visum-Land, mal schauen was das bedeuten kann..

07:40pm 1.Station: Georgische Beamte winken uns durch.

07:46pm 2.Station: Kurze Passkontrolle und durch.

07:50pm 3.Station: Vor den Toren Aserbaidschans.

Vor uns sind nur Mongorally-Teams und ein Bulgare in der Schlange. Ein Ford Fiesta „www.StarskyandClutch.co.uk“ Ein TRABBI! „www.whichwayiseast.com“ und ein Bedford, schwarz mit rotem Streifen und einem Portrait vom „A-Team“ im Front. Der Bedford steht schon seit vier Stunden vor dem Tor, Standard wären 5Stunden hören wir.

08:27pm Wir rücken eine Position vor. Allerdings nur virtuell – der Bulgare wechselt in die VIP-Schlange und wird extra abgefertigt. Ein Super-Sonnenuntergang, Blitze und ein richtig abkühlendes Gewitter entschädigt uns etwas.

09:40pm Zwei weitere Positionen (der Bedford und der Trabbi fahren durchs Tor)

10:15pm Eine weitere Position vorgerückt, jetzt stehen vorm Tor nur noch unsere Micras. Ab und zu schiebt sich ein „Az“ oder „Geo“ in der VIP-Schlange vorbei.

(more…)

Tag 7: Batumi – Danisparauli – Batumi

Posted under 03_Georgien,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by Matthias on Mittwoch 1 August 2007 at 21:58

Auch wenn die weidenden Kühe sich nicht weiter für uns interessieren: lang kann man nicht schlafen bei der Hitze am Strand. Wir ziehen unsere Wasser-und-Öl-Routine durch und fahren erstmal ein paar hundert Meter weiter zum ersten Bad im Schwarzen Meer. Dabei nutze ich die Gelegenheit, den Micra auf dem Kiesstrand erstmal ordentlich festzufahren. Mit einer Schaufel und etwas schieben ist er aber in ein paar Minuten wieder flott — alles nur Training für j.w.d.!

Während in der Türkei immer jemand in der Nähe zu sein schien, der Deutsch oder Englisch konnte, gestaltet sich das anschließende Fressen[*] bzw. dessen Bestellung in einer Strandkneipe von Batumi schon deutlich schwieriger. Die Karte ist auf Georgisch mit dem zugehörigen Alphabet, und obwohl das Mittelstufenwissen langsam zurückkommt war Martins Russischunterricht wohl etwas zu eng auf Altstoffsammelaktionen und Pioniernachmittage zugeschnitten um wirklich mit dem Russisch der Bedienung zurechtzukommen. Mit Hilfe des Lonely Planet gelingt es doch, und das Essen ist verdammt lecker!

Wir brechen auf Richtung Tbilisi (Tiflis), und zwar auf dem kürzesten Weg. Das sind nur gut 300 km, so können wir vielleicht noch ein bisschen die Stadt anschauen und uns dann gegen Abend in die Schlange an der Aserbaidschanischen Grenze stellen, wenn man bei den üblichen Wartezeiten nicht in der Hitze vergeht. So ist der Plan. Die Straße führt in etwa 50 kurvenreichen Kilometern bis auf etwa 1000 m hinauf; leider traut sich die Teerdecke nicht so weit und überlässt unsere Autos den Steinen und Schlaglöchern. Prompt ertönt bei km 80 ein Rumpeln, gefolgt von dem lauten Röhren, das dem Kenner einen fehlenden Auspuff anzeigt. Wir besichtigen noch keine Minute das hinter dem ersten Topf abgefallene Rohr, da hält ein alter Wolga mit Anhänger und zwei Männern drin, die sofort ihre Hilfe anbieten, als wir das Problem erklärt bzw. gezeigt haben. Mit ein bisschen Draht und einem Hammer ist der Schaden schnell behoben, und nach zehn Minuten Gestikulierens über der Karte haben sie uns überzeugt, dass wir besser zurück nach Batumi fahren und von dort die längere abere deutlich bessere Autobahn nehmen. Wir folgen ihnen.

Fünf Minuten später bleibt der Wolga stehen, offenbar aus Spritmangel. Wir haben noch ein paar Liter im Kanister, was allerdings nur ein paar hundert Meter weit hilft. Immer noch zu wenig? Aus unserem Tank Benzin abzusaugen klappt mangels geeignetem Schlauch nicht, obwohl wir sogar den von unserer Scheibenwaschanlage probieren, also fährt Peter mit Kotschka, dem jüngeren, nochmal fünf Liter im nächsten Ort holen. Auch das hilft nicht weit, und nachdem sich die Zündkerzen und andere übliche Verdächtige als unschuldig herausgestellt haben, bleibt eine verstopfte Benzinleitung als Ursache übrig. Ein Wolgafahrer weiß sich zu helfen: einen kleinen Kanister per Tankablassschraube mit Benzin befüllen und im Motorraum mit Draht befestigen, da hinein den Schlauch von der Benzinpumpe, und gut ist. Das heißt, so lange die Schläuche und ihre mit Gaffatape gedichteten Verbindungen halten, was sie auf Anhieb natürlich nicht tun, so dass am Ende einer längeren Spritspur wieder ein ausgegangener Wolga steht. Ein paar Tropfen unserer Dichtmasse und Sprit später klappt es dann so lala auf drei Zylindern (die Zündanlage ist so toll auch nicht), und weil mittlerweile die Lichtmaschine auf dem letzten Loch pfeift, eskortieren wir die Karre in der mittlerweile hereingebrochenen Dunkelheit mit Warnblinker zurück nach Batumi.

Das ganze hat etwa bis 22 Uhr gedauert, und Soso, der ältere der Männer, hat uns schon beim letzten Stop angeboten, bei ihm zu nächtigen. So ein Angebot darf man hier garnienicht ablehnen, aber wir halten das eh für eine gute Idee.

In Sosos kleinem Wohnzimmer gibt es neben einem Sony-Fernseher mit einem halben Dutzend deutschen Programmen auffällig viele gut gemachte Gemälde und Schnitzereien. Von ihm, so viel ist zu verstehen. Er ist Maler und Kunstschreiner, erfahren wir dann von einer Verwandten, die kurz darauf auftaucht und noch von ihrem Germanistikstudium sehr gut Deutsch spricht. Es gibt das schon im Reiseführer angedrohte üppige (und wieder sehr leckere) Essen mit dem nie leer werdenden Krug selbstgebrautem Wein und reichlich Toasts auf Freundschaft und Hilfsbereitschaft. So fleißig wie wir den Tag über gefilmt haben können Familie und Nachbarn (Kotschka ist einer davon und nicht wie angenommen Sosos Sohn) die gemeinsamen Heldentaten auch gleich noch am Fernseher bewundern. Zum Schluss werden die beiden Autos noch halb in die Garage getragen, damit sie beide reinpassen (man traut einigen Nachbarn nicht so ganz, und der Wolga ist für diese Nacht sowieso diebstahlsicher) und wir bekommen Sosos Schlafzimmer für die Nacht. Die berühmte georgische Gastfreundschaft eben.

Bei knapp 200 gefahrenen Kilometern sind wir heute ganze fünf vorangekommen. Aber wir haben beeindruckende Landschaften gesehen und die nettesten Leute der ganzen bisherigen Tour kennengelernt. Von daher sind wir mit dem Tag vollauf zufrieden!

[*] Frühstück-Mittagessen, AKA „Brunch“

Heute: 197 km ~ 3990 km gesamt

Grenzerfahrung: Türkei –> Georgien (zu Tag7, 29.07.2007)

Posted under 02_Türkei,03_Georgien,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:57

Nach einer durchgefahrenen Nacht (Wir haben ja bei den Türken gelernt) erreichen wir die Georgische Grenze gegen 5Uhr. Es scheint als habe Georgien gerade noch „geschlossen“. Offensichtlich war aber nur der türkische Grenzbeamte eingeschlafen, 10min später werden wir von ihm durchgewunken. Ca. 100m weiter kommen wir an ein Tor, der Beamte dort schickt uns wieder zurück zu der Schnarchnase von eben. Wir brauchen noch Stempel und die Auto-Eigentümer noch ne extra Behandlung. Vorn am Tor werden wir dann durchgelassen.

Niemandsland. Georgien. Die Beamten staunen über Wladiwostok und werden nicht darüber fertig, dass wir auch in die Mongolei wollen. Matthias „verschenkt“ deutsche Zigaretten, wir haben die Jungs auf unsrer‘ Seite. Micra1 wird anschließend vom Zoll komplett auseinandergenommen, Matthias und ich werden quasi durchgewunken.

Nach 45min sind wir durch, allerdings ist’s mit Zeitumstellung dann doch wieder 1:45h. Es ist 6:45am.

Grenzerfahrung: Bulgarien –> Türkei (zu Tag5)

Posted under 01_Europa,02_Türkei,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:48

9:35am

Wir stoppen ca.3Km vor der Grenze in einem Stau mit vielen LKWs und sehr vielen Deutsch-Türken. Matthias besteigt das Dach seines Micras und kann eine Polizeiabsperrung und das Ende der Schlange erahnen.

10:00am

Die Schlange bewegt sich, es geht ein kleines Stück weiter. Das Aussenthermometer zeigt 40,8°C. Wir überlegen ob wir besser über Griechenland gefahren wären – das liegt in südlicher Richtung in Sichtweite und hätte nur wenige Kilometer Umweg bedeutet.

Die Zoll- und Versicherungsschlange

11:45am

Die Mautschlange. Mein persönlicher Satz der Stunde stammt von einem Deutsch-Türken, der sein Kind auf dem Arm umherträgt: „Ich bin gestern um3 losgefahren“. Zu diesem Zeitpunkt sind wir ca. 4Tage unterwegs

12:03am

Wir sind durch, Türkei wir kommen.

01:03pm

Zeitumstellung, da wir gegen die Zeit fahren verlieren wir eine weitere Stunde, die wir nicht mehr zurückbekommen.

Grenzerfahrung

Posted under Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) by martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:46

In dieser Kategorie werden wir hauptsächlich unsere Erlebnisse an den Grenzübergängen berichten.

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Die ersten Grenzübertritte nach Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien gestalteten sich äußerst problemlos, lediglich kurze Passkontrollen bei den letztgenannten Ländern wurden uns abverlangt. : – ) Die dann folgenden Grenzüberschreitungen sollen da schon „aufregender“ werden..

Grenzerfahrung

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