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Tag 7: Batumi – Danisparauli – Batumi

Posted under 03_Georgien,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) von Matthias on Mittwoch 1 August 2007 at 21:58

Auch wenn die weidenden Kühe sich nicht weiter für uns interessieren: lang kann man nicht schlafen bei der Hitze am Strand. Wir ziehen unsere Wasser-und-Öl-Routine durch und fahren erstmal ein paar hundert Meter weiter zum ersten Bad im Schwarzen Meer. Dabei nutze ich die Gelegenheit, den Micra auf dem Kiesstrand erstmal ordentlich festzufahren. Mit einer Schaufel und etwas schieben ist er aber in ein paar Minuten wieder flott — alles nur Training für j.w.d.!

Während in der Türkei immer jemand in der Nähe zu sein schien, der Deutsch oder Englisch konnte, gestaltet sich das anschließende Fressen[*] bzw. dessen Bestellung in einer Strandkneipe von Batumi schon deutlich schwieriger. Die Karte ist auf Georgisch mit dem zugehörigen Alphabet, und obwohl das Mittelstufenwissen langsam zurückkommt war Martins Russischunterricht wohl etwas zu eng auf Altstoffsammelaktionen und Pioniernachmittage zugeschnitten um wirklich mit dem Russisch der Bedienung zurechtzukommen. Mit Hilfe des Lonely Planet gelingt es doch, und das Essen ist verdammt lecker!

Wir brechen auf Richtung Tbilisi (Tiflis), und zwar auf dem kürzesten Weg. Das sind nur gut 300 km, so können wir vielleicht noch ein bisschen die Stadt anschauen und uns dann gegen Abend in die Schlange an der Aserbaidschanischen Grenze stellen, wenn man bei den üblichen Wartezeiten nicht in der Hitze vergeht. So ist der Plan. Die Straße führt in etwa 50 kurvenreichen Kilometern bis auf etwa 1000 m hinauf; leider traut sich die Teerdecke nicht so weit und überlässt unsere Autos den Steinen und Schlaglöchern. Prompt ertönt bei km 80 ein Rumpeln, gefolgt von dem lauten Röhren, das dem Kenner einen fehlenden Auspuff anzeigt. Wir besichtigen noch keine Minute das hinter dem ersten Topf abgefallene Rohr, da hält ein alter Wolga mit Anhänger und zwei Männern drin, die sofort ihre Hilfe anbieten, als wir das Problem erklärt bzw. gezeigt haben. Mit ein bisschen Draht und einem Hammer ist der Schaden schnell behoben, und nach zehn Minuten Gestikulierens über der Karte haben sie uns überzeugt, dass wir besser zurück nach Batumi fahren und von dort die längere abere deutlich bessere Autobahn nehmen. Wir folgen ihnen.

Fünf Minuten später bleibt der Wolga stehen, offenbar aus Spritmangel. Wir haben noch ein paar Liter im Kanister, was allerdings nur ein paar hundert Meter weit hilft. Immer noch zu wenig? Aus unserem Tank Benzin abzusaugen klappt mangels geeignetem Schlauch nicht, obwohl wir sogar den von unserer Scheibenwaschanlage probieren, also fährt Peter mit Kotschka, dem jüngeren, nochmal fünf Liter im nächsten Ort holen. Auch das hilft nicht weit, und nachdem sich die Zündkerzen und andere übliche Verdächtige als unschuldig herausgestellt haben, bleibt eine verstopfte Benzinleitung als Ursache übrig. Ein Wolgafahrer weiß sich zu helfen: einen kleinen Kanister per Tankablassschraube mit Benzin befüllen und im Motorraum mit Draht befestigen, da hinein den Schlauch von der Benzinpumpe, und gut ist. Das heißt, so lange die Schläuche und ihre mit Gaffatape gedichteten Verbindungen halten, was sie auf Anhieb natürlich nicht tun, so dass am Ende einer längeren Spritspur wieder ein ausgegangener Wolga steht. Ein paar Tropfen unserer Dichtmasse und Sprit später klappt es dann so lala auf drei Zylindern (die Zündanlage ist so toll auch nicht), und weil mittlerweile die Lichtmaschine auf dem letzten Loch pfeift, eskortieren wir die Karre in der mittlerweile hereingebrochenen Dunkelheit mit Warnblinker zurück nach Batumi.

Das ganze hat etwa bis 22 Uhr gedauert, und Soso, der ältere der Männer, hat uns schon beim letzten Stop angeboten, bei ihm zu nächtigen. So ein Angebot darf man hier garnienicht ablehnen, aber wir halten das eh für eine gute Idee.

In Sosos kleinem Wohnzimmer gibt es neben einem Sony-Fernseher mit einem halben Dutzend deutschen Programmen auffällig viele gut gemachte Gemälde und Schnitzereien. Von ihm, so viel ist zu verstehen. Er ist Maler und Kunstschreiner, erfahren wir dann von einer Verwandten, die kurz darauf auftaucht und noch von ihrem Germanistikstudium sehr gut Deutsch spricht. Es gibt das schon im Reiseführer angedrohte üppige (und wieder sehr leckere) Essen mit dem nie leer werdenden Krug selbstgebrautem Wein und reichlich Toasts auf Freundschaft und Hilfsbereitschaft. So fleißig wie wir den Tag über gefilmt haben können Familie und Nachbarn (Kotschka ist einer davon und nicht wie angenommen Sosos Sohn) die gemeinsamen Heldentaten auch gleich noch am Fernseher bewundern. Zum Schluss werden die beiden Autos noch halb in die Garage getragen, damit sie beide reinpassen (man traut einigen Nachbarn nicht so ganz, und der Wolga ist für diese Nacht sowieso diebstahlsicher) und wir bekommen Sosos Schlafzimmer für die Nacht. Die berühmte georgische Gastfreundschaft eben.

Bei knapp 200 gefahrenen Kilometern sind wir heute ganze fünf vorangekommen. Aber wir haben beeindruckende Landschaften gesehen und die nettesten Leute der ganzen bisherigen Tour kennengelernt. Von daher sind wir mit dem Tag vollauf zufrieden!

[*] Frühstück-Mittagessen, AKA „Brunch“

Heute: 197 km ~ 3990 km gesamt

Grenzerfahrung: Türkei –> Georgien (zu Tag7, 29.07.2007)

Posted under 02_Türkei,03_Georgien,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) von martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:57

Nach einer durchgefahrenen Nacht (Wir haben ja bei den Türken gelernt) erreichen wir die Georgische Grenze gegen 5Uhr. Es scheint als habe Georgien gerade noch „geschlossen“. Offensichtlich war aber nur der türkische Grenzbeamte eingeschlafen, 10min später werden wir von ihm durchgewunken. Ca. 100m weiter kommen wir an ein Tor, der Beamte dort schickt uns wieder zurück zu der Schnarchnase von eben. Wir brauchen noch Stempel und die Auto-Eigentümer noch ne extra Behandlung. Vorn am Tor werden wir dann durchgelassen.

Niemandsland. Georgien. Die Beamten staunen über Wladiwostok und werden nicht darüber fertig, dass wir auch in die Mongolei wollen. Matthias „verschenkt“ deutsche Zigaretten, wir haben die Jungs auf unsrer‘ Seite. Micra1 wird anschließend vom Zoll komplett auseinandergenommen, Matthias und ich werden quasi durchgewunken.

Nach 45min sind wir durch, allerdings ist’s mit Zeitumstellung dann doch wieder 1:45h. Es ist 6:45am.

Tag 6: Samstag 28.07. Gerede – Batumi

Posted under 02_Türkei,Micration (die Fahrt) von peter on Mittwoch 1 August 2007 at 21:51

Der Tag begann mit einer langen Überlandfahrt durch Anatolien, auf Bundesstraßen mit vielen LKW. Ein Tankwart mit gutem Deutsch erklärte uns aber immerhin, dass von Samsun bis Hopi (kurz vor der georgischen Grenze) eine Super Autobahn führt. In Samsun ließen wir uns folglich also erst mal Zeit. Wir gingen Shoppen im großen Einkaufszentrum, das komplett alkoholfrei war und so unseren Plan zunichte machte, Raki zur Bestechung georgischer Polizisten zu kaufen. Auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum machten wir uns erst mal daran, den Auspuff von Matthias’ und Martins Micra nach oben zu fixieren, da sich eine Halterung gelöst hatte. Nach einem kaputten Gewinde im einen Schraubloch und einer abgedrehten Schraube in der anderen, mussten wir notgedrungen den Auspuff kreativ mit Draht hochbinden. Dann noch Tanken und ins Internetcafé, um ein paar Probleme mit dem Blog anzugehen, und schon waren wieder einige Stunden vorbei. Macht ja nix, jetzt kommt die Autobahn. Ungewöhnlich an dieser Autobahn waren allerdings einige Punkte: Ortsschilder, Ampeln, Kreisverkehre, zeitweilige Einspurigkeit, was in Kombination zu einigen kleineren Staus in den Städten führte. Insgesamt ging es jedoch gut voran, bis die Straße durch ein paar Pylonen verengt wurde und an der engsten Stelle der hintere Micra mit Fahrer Andreas herausgewunken wurde. Folgende Äußerungen des türkischen Polizisten wurden durch wortreiche Antworten von Andreas unterbrochen, die jetzt hier nicht wiedergegeben werden müssen:

– Good Evening!

– Where you from?

– Passport, Driving Licence

– Rally?

– Problem!

– Distance!

– [lächelt] Go on. Good Turkish Police!

Also weiter in Richtung Georgien. Da Martin unbedingt noch einmal seine Füße ins Schwarze Meer hängen wollte, machten wir uns ein paar Ortschaften weiter auf die Suche nach dem Strand. Wir parkten unsere Autos so weit es ging dort in der Gegend und fanden nach der Unterführung unter der Schnellstraße doch nur ein verschlossenes Gittertor. Also zurück zu den Autos. Als wir dort gerade herumstanden näherte sich ein dubioser dunkler Kastenwagen, der sehr langsam fuhr. Ein zivil gekleideter Mann mit Pistole am Gürtel stieg aus, zeigte uns seinen Polizeiausweis und verlangte unsere Pässe. Ob wir hier übernachten wollten, wo wir hinführen, etc. Inzwischen war auch die Besatzung eines Streifanwagens eingetroffen, die sich ebenfalls für alles interessierte. Nachdem klar war, dass wir weiter wollten, schien die Polizei sicherstellen zu wollen, dass wir auch wirklich die Stadt verlassen. Jedenfalls wurden wir erneut mit den Worten „Good Turkish Police“ verabschiedet und im Konvoi aus der Stadt geleitet: Das Zivilfahrzeug voraus, dann die beiden Micras und dann der Streifenwagen mit Blaulicht. Ein toller Service. Der Rest der Reise bis zur Grenze verlief unspektakulär, und über den Grenzübertritt berichtet Martin.

Heute: 883 km ~ 3793 km gesamt

Grenzerfahrung: Bulgarien –> Türkei (zu Tag5)

Posted under 01_Europa,02_Türkei,Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) von martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:48

9:35am

Wir stoppen ca.3Km vor der Grenze in einem Stau mit vielen LKWs und sehr vielen Deutsch-Türken. Matthias besteigt das Dach seines Micras und kann eine Polizeiabsperrung und das Ende der Schlange erahnen.

10:00am

Die Schlange bewegt sich, es geht ein kleines Stück weiter. Das Aussenthermometer zeigt 40,8°C. Wir überlegen ob wir besser über Griechenland gefahren wären – das liegt in südlicher Richtung in Sichtweite und hätte nur wenige Kilometer Umweg bedeutet.

Die Zoll- und Versicherungsschlange

11:45am

Die Mautschlange. Mein persönlicher Satz der Stunde stammt von einem Deutsch-Türken, der sein Kind auf dem Arm umherträgt: „Ich bin gestern um3 losgefahren“. Zu diesem Zeitpunkt sind wir ca. 4Tage unterwegs

12:03am

Wir sind durch, Türkei wir kommen.

01:03pm

Zeitumstellung, da wir gegen die Zeit fahren verlieren wir eine weitere Stunde, die wir nicht mehr zurückbekommen.

Grenzerfahrung

Posted under Grenzerfahrung,Micration (die Fahrt) von martin on Mittwoch 1 August 2007 at 21:46

In dieser Kategorie werden wir hauptsächlich unsere Erlebnisse an den Grenzübergängen berichten.

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Die ersten Grenzübertritte nach Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien gestalteten sich äußerst problemlos, lediglich kurze Passkontrollen bei den letztgenannten Ländern wurden uns abverlangt. : – ) Die dann folgenden Grenzüberschreitungen sollen da schon „aufregender“ werden..

Grenzerfahrung

Tag 5: Freitag 27.07. Bulgarische Grenze – Gerede (in der Türkei, der Ort heißt wirklich so!)

Posted under 01_Europa,02_Türkei,Micration (die Fahrt) von andi on Mittwoch 1 August 2007 at 21:31

Nach einer sorglosen Nacht auf dem Feld haben wir noch einmal vollgetankt und uns dann mit frischem Schwung in Richtung Grenze aufgemacht… um nach wenigen Kilometern vom Ende einer Schlange gebremst zu werden. Die Bulgaren und die Türken haben ihre Grenze perfekt organisiert: neun Stationen und jede genau so, dass sie länger dauert als die vorher, damit sich auch ja wieder eine Schlange bildet.

Nach drei Stunden hatten wir jedenfalls alles hinter uns, bestätigt, dass wir „nix mit Klauen“ im Auto haben und sind mit unseren prall gefüllten Benzinkanistern losgeheizt Richtung Istanbul. Türkische Autobahn. Toll! Auf der Umfahrungsautobahn von Istanbul dann die nächste Herausforderung: Wir hatten uns unsere Travelling-SIM-Cards in die Jugendherberge schicken lassen.

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Witzigerweise war sogar die Straße auf unserer 10x10cm-Karte, weil sie im zentralen Stadtviertel „Sultan Achmed“ liegt.

Aber ersteinmal die richtige Ausfahrt finden. Nicht so einfach, wenn zwar die Karte ausführlich beschriftet ist und die Abfahrten auch, die Stadtviertel auf der Karte aber nicht auf den Schildern auftauchen, sondern dafür tausend andere. Die Lösung wie so oft: Fragen. War eh immer mal wieder Stau. Also den Lieferwagen links neben uns gefragt. Die übernächste raus. Dankbar über die endlich mal glaubwürdige Orientierung fuhren wir also weiter, der Verkehr floss grad wieder etwas schneller, da hupt es neben uns. Hassan mit dem Lieferwagen wedelt mit einem Zettel. Kurzerhand hat er uns eine Skizze gemalt, die er uns jetzt vom Fahrersitz aus zum Beifahrerfenster heraus entgegenstreckt. Bei Tempo 60. Egal. Peter bringt die Spiegel auf Schmusekurs und greift beherzt zu. Die Skizze war genau richtig um ins Viertel „Sultan Achmed“ zu kommen. Der Rest ging mit unserer Karte. Fast. Auch in Istanbul gibt es Einbahnstraßen. Wir haben also hinter der blauen Moschee geparkt, und sind zum Hostel gelaufen, wo auch tatsächlich ein Päckchen für uns lag. Glücklich hat Peter unsere SIM-Cards per Internet gleich noch aktiviert. Nach einem Besuch der blauen Moschee haben wir uns dann erst mal was zu essen gesucht. Halt. Wir wurden gesucht. Die Straßen voll mit aufdringlichen oder ganz aufdringlichen Wirten, die uns alle davon überzeugen wollten, dass ihr Lokal das beste und einzig wahre ist. Die Argumente reichten von „Super Discount, 20 % less“ bis zu einer wahrlich theaterreifen Vorstellung zum Thema „Multi Course Menu“ bestehend aus einer Suppe und einer Hauptspeise…

(more…)

Kommunikation

Posted under Micration (die Fahrt),Organisatorisches,Vorbereitung von peter on Samstag 28 Juli 2007 at 18:05

Seit unserem Kurzstopp in Istanbul haben wir jetzt auch endlich die Travelling-Simcards fuer unsere Handys, die eigentlich schon vor der Abfahrt in Heroldsbach haetten auftauchen sollen… D.h. wir sind jetzt so zu erreichen, dass es uns nichts kostet (statt 1,50 Euro pro Minute) wenn wir angerufen werden oder SMS empfangen.

Von Deutschland aus sind das folgende Telefonnummern:

0037253294198 und

0037253294199

Mit einer Billigvorwahl (zur Zeit guenstig: 01097, 01077, 01056) FUNKTIONIERT LEIDER NICHT! sind wir dann fuer ca. 16 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz erreichbar. Das gilt allerdings NICHT in folgenden drei Laender auf unserer Reiseroute: Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan. In diesen Laendern muss man selbst mit der Superkarte Gebuehren fuer ankommende Anrufe zahlen. Es kann sein, dass Ihr kostenlose SMS von der Webseite des Anbieters an uns schicken koennt: www.airbalticcard.com. Das haben wir allerdings noch nicht getestet.

4. Tag: Rumänische Routen und Bier in Bulgarien

Posted under 01_Europa,Micration (die Fahrt) von Matthias on Samstag 28 Juli 2007 at 17:52

Bei Tageslicht betrachtet ist unser erster echter Zeltplatz doch etwas dichter an den nächsten Häusern als das letzte „Lager“, dafür scheint er aber unter Einheimischen auch als solcher etabliert zu sein.

Gleich nach der Abfahrt gegen halb zehn (vorher ausführliches filmen und durchchecken der Vitalparameter der Rostlauben) kommt ein Text von Moni aus Sibiu — ich hatte ihre Email-Adresse noch richtig im Kopf gehabt. Leider ist sie an der Arbeit und hat zu wenig Frühstückspause, um sich mal eben zu treffen.

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Naja, zum nächsten Transsylvania-Calling Festival dann, denn schon wegen der Landschaft kann man durchaus nochmal kommen.

Durch die Karpaten geht es weiter über zweispurige Bergstraßen und zuletzt auch Autobahn nach Bukarest, wo irgendwer (nachher will’s keiner gewesen sein) auf die Idee kommt, in die Stadt zwecks Besichtigung von irgendwas reinzufahren. Besichtigen tun wir dann bloß die rumänischen Straßenverkehrsgepflogenheiten, während wir den Weg aus der Stadt raus Richtung Süden suchen. Bukarest ist wirklich nur was für hargesottene Fans der Ostblockarchitektur. Damit haben wir aber schon wieder viel Zeit verloren und kommen erst gegen Abend in die Grenzstadt Giurgiu und über die Donau nach Bulgarien. Die Schrift wird kompliziert und die Straßen schlaglöchrig, was aber allgemein als willkommene Gelegenheit zum fluchen und sich-auf-Sibirien-vorbereiten gesehen wird. Von den, wie man hört, spektakulären bulgarischen Gebirgen bekommen wir wegen hereinbrechender Dunkelheit nur das mit, was einem Motor und Getriebe vermitteln, aber immerhin hat Bulgarien dank verbreiteten Verbrennens von großen Mengen obskuren und wahrscheinlich giftigen Zeugs auch sehr spektakuläre Sonnenuntergänge.

Wegen Plansoll-Untererfüllung in Sachen vorwärtskommen wird beschlossen, nachts erstmal eine Weile weiterzufahren und möglichst die türkische Grenze noch zu erreichen. Auch dieser Plan erweist sich wie üblich als etwas zu optimistisch und gegen halb zwei morgens suchen wir uns eine Wiese etwas abseits der Straße in der Nähe von Harmanli.

Nach dem Zeltaufbau ist immerhin noch Zeit für ein paar der mitgeführten Budweiser. Dabei stellen wir fest, dass in der Nähe offenbar niemand gerade Zeug verbrennt und der Sternenhimmel deswegen wunderbar klar ist. Der Große Wagen ist seltsamerweise nicht aufzufinden. Wir spekulieren über die Gründe dafür und kommen überein, auf eine Anzeige zu verzichten.

Kilometerstand: 113003 ~ 2145 km gefahren

Tag 3: Budapest-Sibiu

Posted under 01_Europa,Micration (die Fahrt) von andi on Samstag 28 Juli 2007 at 17:36

Nach einem recht zügigen Start aus dem Wald wollten wir noch schnell zur Grenze und dann ab nach Bukarest. Soweit der Plan.
Nach kurzer Zeit haben wir auf der Autobahn mühelos einen Opel Corsa A und einen 2CV überholt, die mit auffällig vielen Aufklebern übersät waren. Bei genauerem Hinsehen ließen sich auf den Türen deutlich die Logos der Mongolrally erkennen. Bei der nächsten Raststelle sind wir dann rausgefahren, kurz nach uns kamen dann auch die beiden Mongolrally-Teams. Dann war erst mal ein ausführliches Palaver fällig. Die Ente fuhr seit Frankreich nur auf drei Zylindern und die beiden Jungs suchen seit Prag nach einer Werkstatt. Das Problem: Alle 2CV-Spezialisten Europas sind diese Woche auf der 2CV-Convention in Finnland. Dumm gelaufen. Da wir aus diesen technischen Gründen eine deutlich höhere Reisegeschwindigkeit hatten, wollten wir diese noch nutzen und haben uns wieder auf die Straße geschnallt. Bis zur Grenzstadt Szeged hat es dann insgesamt trotzdem fast bis Mittag gedauert, und die Ortsdurchfahrt durch Szeged dann noch mal eine halbe Stunde, weil sämtlicher Schwerlastverkehr mitten durch die Stadt muss. Aber das war erst der Anfang. Scheinbar davon inspiriert sehen die Rumänen überhaupt keinen Grund, warum sie die Haupttransitroute zu ihrer Hauptstadt ebenfalls zweispurig ausbauen sollten. Stattdessen geht die E68 zwar erst mal durch plattes Land ohne auch nur einen Hügel von Horizont bis Horizont. Dafür gibt sie sich aber redlich Mühe auch ja jedes Nest mitzunehmen und den kompletten Schwerlastverkehr mitten hindurch zu leiten. Diese Tendenz wurde immer stärker je näher wir den Karpaten kamen. Nach einem kurzen Proviant-Shopping-Stop in Deva ging es dann munter in die Dämmerung, allerdings wurden die LKWs eher mehr statt weniger und die Straßen immer kurviger, was unsere Reisegeschwindigkeit auf deutlich unter 60 km drückte. Eigentlich wollten wir ja durch Sibiu (Hermanstadt) nur durchfahren. Da es aber bereits deutlich nach zehn war, beschlossen wir, ein Internetcafé zu suchen von wo aus Matthias eine Bekannte von sich in Sibiu kontaktieren wollte und wir unser Blog aktualisierten machten wir uns auf die Suchen nach dem angeblich außerhalb der Stadt gelegenen Campingplatz. Nun, wir fanden etliche Zelte und Wohnmobile, aber keine Rezeption. Nach einer halben Stunde auf und ab entlang der Landstraße haben wir uns dann einfach eine Wiese abseits der Straße gesucht und in Rekordzeit kurz vor eins unsere Zelte aufgebaut.

Km-Stand abends: 112324 = 1466 km gefahren

PS: Fotos hochladen funktioniert derzeit aus irgendeinem Grund nicht. Wir werden das bald über Faybl nachholen.

2.Tag: Fussball-EM 2008, Heli-Boarden, Einparken auf Ungarisch und überhaupt alles Donau.

Posted under 01_Europa,Micration (die Fahrt) von martin on Mittwoch 25 Juli 2007 at 23:27

Nach einem reichhaltigen Frühstück (vielen Dank an unsere lieben Gastgeber Renate und Manfred) starten wir gegen 8:30Uhr in Regensburg. Der grobe Plan unserer Tagesetappe liest sich wie das who-is-who der Donaumetropolen: Regensburg, Passau, Wien und Budapest.

Eine während unserer Reise zentrale Zwischenstation ist Wien. In Wien treffen wir Rene und Erich von VCC (ViennaCommunications). VCC hat den Generalauftrag in Österreich Stimmung für die EM2008 zu machen. Andi entwickelt zusammen mit VCC www.fussballverbindet.at und ist auf unserer Reise offiziell „Botschafter der Leidenschaft“ für die Fussball-EM 2008 in Österreich. Der Grund für unseren Stop in Wien ist jedoch ein anderer.

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René hörte von unseren Reiseplänen und fragte ob wir ihm nicht folgenden Gefallen tun könnten: Er war letztes Jahr zum Heli-Boarden in Usbekistan. Sein Touren-Guide Anton „Der mındestens zweıtbeste Guide der Welt“ braucht dringend einen Skisack für seine riesigen Tiefschnee-Skier – in Usbekistan für ihn unmöglich aufzutreiben. Rene konnte in Österreich einen entsprechend großen Skisack bekommen, der auf dem Postweg wohl seine Schwierigkeiten hätte anzukommen. Kein Problem, wir haben ja schließlich Platz und für Freunde tut man ja alles. Da Rene keine Ahnung hat ob Anton überhaupt zu Hause ist, sollen wir im Zweifelsfall das Paket einfach vor seiner Haustür platzieren – das wäre die normale Zustellmethode in Usbekistan.

Mit dem Skisack im Gepäck gehts für uns weiter nach Budapest. Dort angekommen wollen wir essen, schlafen und dazwischen will Andi noch eine Statusmail an das kanadische Team bei der Mongorally absetzen – mit den Jungs hatten wir uns in Istanbul verabredet. Schnell festgestellt: Übernachten in Budapest fällt aus – das erste Hostel hätte nur noch Doppelzimmer für je 78,-Euro, dazu kämen noch die bewacht-Parkplatzkosten. Essen: Vor einer Kneipe sind in Sichtweite fast zwei Parkplätze frei.. Vorneweg: Ich kann einparken ;-). Wenn man in Ilmenau auf dem Campus etwas lernt, dann ist das einparken. Allerdings war diese Lücke nicht länger der Micra selbst – keine Chance für mich. „Dann heben wir die Kiste einfach in die Lücke“ – allerdings selbst dafür schien die Lücke zu klein. Zum Glück stand vor uns nur ein Ford Ka.., also alle Mann angefasst und den Ford ein Stück nach vorn gehieft. Dann, zu fünft, ein Kneipengast eilte uns noch zu Hilfe, wurde der Micra angepackt und auf Ungarisch in die Lücke gehoben. Jetzt haben wir uns aber wirklich das Essen und ein frisches Bier verdient. Gedanken ums Ausparken mussten wir uns dann nicht mehr machen, kurz nach der Einparkaktion fuhr der Ford KA weg.

Zur Übernachtung fand sich südlich von Budapest ein schönes Stück Wald – Perfekt: Kostenlos, Ruhig und sehr entspannnd. (Bilder folgen)

Km-Stand: 111758 ~ 900 km gefahren

2.Tag Regensburg–>Budapest

Posted under 01_Europa,Bilder,Micration (die Fahrt) von martin on Mittwoch 25 Juli 2007 at 01:37

img_0053.JPG Beim Messgeraetkauf entdeckt. Sonnenuntergang auf der Autobahn in Ungarn

Die Fahrt

Posted under 01_Europa,Micration (die Fahrt) von andi on Dienstag 24 Juli 2007 at 17:01

Abfahrt: 23.07.2007 18:30 Uhr an der Lebenshilfe.

Nächster Halt…Heroldsbach. Während der Himmel immer mehr seine Schleusen öffnete haben wir noch Martins Gepäck in den Micra umgeladen, die Lebenshilfe-Aufkleber angebracht und noch ein paar kleinere technische Probleme gelöst.

Um 21:15 Uhr ging es dann endlich los. Durch das tobende Unwetter Richtung Österreich.

Gegen elf hat unser schlechtes Gewissen beschlossen, dass es angesichts der kurzen Nacht doch besser ist, nicht mit aller Gewalt durch die Nacht nach Wien zu brettern.

Die Alternative, beim prasselnden Regen in unseren Autos zu übernachten war zwar auch nicht sonderlich attraktiv, aber wenigstens nicht sicherheitskritisch.

Martin hat daraufhin kurzerhand Verwandte in Regensburg aufgetan, die uns tatsächlich kurzfristig Obdach gewährten.

Wir erstatteten dem Ehepaar Jacobi dann noch ausführlich Bericht über unser Vorhaben bevor wir nach einer gigantischen Fahrleistung von 160 km in wohltuenden Schlaf fielen.

Wir müssen ja auch noch Raum lassen um uns zu steigern!

Der End-Endspurt

Posted under Vorbereitung von andi on Dienstag 24 Juli 2007 at 16:55

img_0019.JPG

Eigentlich dachten wir ja, wir hätten vor einigen Wochen den stressigen Endspurt begonnen. Aber es geht noch besser! Als wir nämlich am Samstag damit begonnen haben, all unser Gepäck im Fießer’schen Esszimmer und in meinem Zimmer zu stapeln und uns zu fragen, wie wir das alles in zwei Kleinwägen bekommen sollen. V.a. ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, zwei Personen auf die Vordersitze zu quetschen ohne dass unsere Nasen an der Frontscheibe kleben.

Nun gut, der Berg wuchs und wuchs. Parallel dazu galt es, CDs zu brennen, die Rücksitzbank auszubauen und zusammen mit den Reifen auf den Dachgepäckträgern zu fixieren. Rücksitzbank aufs Dach? Wozu sollten wir die wohl noch brauchen? Richtig: Falls auf der Tour ein Auto komplett ausfällt, kämen wir so wenigstens mit dem anderen zu viert noch weiter.

Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass mein Laptop den Geist aufgegeben hat? (more…)

Der Start

Posted under 01_Europa,Vorbereitung von albert on Dienstag 24 Juli 2007 at 15:59

Am 23.07.07 um 17.00 Uhr trafen sich zunächst drei der Teilnehmer der Mogelrally bei der Lebenshilfe in Forchheim mit Vertretern der Lebenshilfe, der Volksbank Forchheim und den Pressefotografen zum Pressetermin anlässlich des offiziellen Starts. Dabei blieb den Rally-Teilnehmern nichts erspart, da Roland Huber ( Nordbayerische Nachrichten) von sich selbst sagte, dass er dafür bekannt sei, die Teilnehmer von seinen Fototerminen zu quälen. Also rauf aufs Autodach oder längere Zeit hockend durch die Seitenscheibe der geöffneten Tür (nein die andere Tür muss es sein, so Huber) und dabei immer lachen. Hier ein Bild von der fertigen Komposition von mir aufgenommen. Bei den Bildern von Herrn Huber läuft natürlich kein Fotograf mit dem Rücken zur Kamera im Bild herum.

Nur wenige Fans begleiteten die Abenteurer bis zur Abfahrt und warteten bis die Teams komplett waren.

Fotoshooting Hr. Huber in Aktion Die Fans Die Teams bei ihren Fahrzeugen

Man soll den Tag nicht…

Posted under Vorbereitung von andi on Samstag 21 Juli 2007 at 00:02

Reifen

Seit am Dienstag ist unsere Wasserpumpe endlich dicht! Nachdem wir ja insgesamt vier Wochen lang versucht haben, das mit den verschiedensten Tricks selbst hinzukriegen hat es heute endlich geklappt.
Wir hatten es mit einer neuen Papierdichtung und Fett versucht. Tropft. Dann laut Ansage vom Nissan in Nürnberg nur die blanke Dichtung. Sifft Dann mit Dichtmasse vom Stahlgruber, deren Konsistenz genau zwischen Gummibärchen und Red Bull war. Gott Sei Dank hat sie nicht so gerochen! Tropft jedenfalls auch.

Warum das vier Wochen dauert? Weil man jedes Mal den kompletten Motor zerlegen muss. Karre aufbocken, Rad vorne rechts ab. Motor abstützen, Motorhalterung ausbauen, alle Abdeckungen weg, Zahnriemen runter, Zahnriemen wieder drauf, Spannrolle ausrichten, Abdeckungen wieder drauf etc…
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