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Tag 13, 04.08.07: Wir sitzen fest. Turkmenistan? „Perhaps tomorrow“

Posted under 04_Aserbaidschan,Micration (die Fahrt) by martin on Donnerstag 9 August 2007 at 22:12

Mit einem Geräusch das den Eindruck vermittelt, dass die Fähre Kontakt zum Meeresboden sucht wachen wir auf. Ein Blick aus der Luke Richtung Wasser offenbart uns aufgewühltes Gras und Schlamm – eine Sandbank? Wir stoppen wenige Kilometer vor der türkmenischen Küste. 10:30 Uhr wird der Anker zu Wasser gelassen. Der Kahn wird diese Position für die nächsten 18 Stunden nicht mehr verlassen.

Tagsüber versuchen wir die in Baku erworbenen Backwaren zu vernichten. Gegen 16Uhr erfahren wir dass wir in Türkmenistan „Perhaps Tomorrow“, vielleicht morgen ankommen werden. Die Gründe sind nicht ganz klar: Entweder ist der Hafen besetzt oder zu schlechtes Wetter für die Einfahrt.

img_5959_small.jpg img_5972_small.jpg Abendessen au der Kombuese

Die Autos sind unten im Bauch des Schiffes eingeschlossen. Unsere Wasservorräte gehen zur Neige, ein paar frische Sachen und Kleinkram könnten wir auch noch aus den Autos gebrauchen. Einen Weg nach unten gibt es – allerdings führt der direkt beim Kapitano vorm Fenster vorbei. Matthias und ich wurden gestern Abend beim ersten Versuch schon erwischt. Matthias und Andi wollten es später nocheinmal versuchen und unterm Fenster an der Wand ungesehen vorbeikriechen. Die beiden wurden jedoch schon eher von einer erwähnenswerten russischen Schreckschraube aufgehalten.

Wir denken an einen Reisebericht den wir vor der Reise gelesen hatten. 4 Tage hatte der Autor desselben im Kasp.Meer festgesessen. Die Vorräte der Fähre waren schnell aufgebraucht, für Passagiere und Mannschaft gab es nichts ausser Eier und Wodka. Wir haben genug dabei und denken sogar schon daran die Nudelsnacks meistbietend zu verkaufen – allerdings ist das alles unerreichbar unten im Auto.

Glück gehabt: Die Briten bestechen einen Maat, der sie und uns runter zu den Autos lässt. Jetzt haben wir ausser den Backwaren wieder Essen und vor allem Wasser. Abends brauchen wir’s dann gar nicht, es gibt Brot und Hühnchen mit Tomate aus der Kombüse. Für alle, für 2,50Dollar pro Nase.

Am Nachmittag hatten wir auf Deck die grosse Eurasische Karte ausgepackt und einen groben Plan für die nächsten Wochen aufgestellt. Im Voraus hatten wir ja nur bis zur Fähre geplant – wie und wann wo weiter müssen wir erst noch herausfinden. Erwähnenswert an dieser Stelle ist noch, dass wir alle staunen mussten wie wenig wir bisher geschafft haben und wie viel noch vor uns liegt. Gerade die Strecke zwischen Ulan Bator und Wladiwostok wirkte bisher viel kürzer. Aber hier auf unserer Karte mit richtigem Maßstab und ohne Verzerrung durch die Erdkrümmung dargestellt, müssen wir feststellen, dass es doch mehr ist als erwartet.

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