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Tag 11 (1): 02.08.07 Döner für 60 Cent und Schuheputzen bei Adolf

Posted under 04_Aserbaidschan,Micration (die Fahrt) by martin on Donnerstag 9 August 2007 at 22:04

Ruhetag. Ausschlafen. Wir stellen uns einen Sicherheitswecker „den wir sicher sowieso nicht brauchen“ auf 12Uhr, damit wir nicht den ganzen Tag verpassen. Der Wecker klingelt. Vom Bett gegenüber grunzt es noch. Von hinten höre ich erste fränkische Lebenszeichen, dann ist der Wecker aus.

Duschen, Räumen, Sachen aus den Autos holen, Fotos zusammensuchen, bissl Blog schreiben.. bis wir loskommen ist es halb Fuenf. Ziele: Essen, Stadtrundgang, Friseur für Andi und Peter, Essen, Internetcafe. Wir schiessen noch schnell ein Foto von uns hinterm Hotel – der Fränkische Tag sucht verzweifelt eins mit allen viern.

Kvas img_5792_small.jpg

Wir nehmen eine Matrushka (Kleinbus) ins Zentrum. Der erste Hunger wird mit Kebab gestillt. Ausserdem gibt es „Kvas“. Sehr lecker. Ein Getränk, das uns ein Junge aus einem grossen Fass zapft. Kvas wird aus Brot, Zucker und kochendem Wasser hergestellt, dann 60h stehengelassen und auf angenehme Temperaturen abgekühlt. Wir fahren mit dem Taxi zurück zum Hotel, Neues Tape und Akkus für die Kamera holen – der Kahlschnitt will dokumentiert werden. Zunächst gehts aber in die Altstadt. Wir schauen uns den Palast von Shirvan-Schah an… sehr empfehlenswert.

Baku bietet eine sehr interessante Mischung aus orientalischer Welt und ehemaliger Sowjetrepublik. Die Menschen wirken arabisch, sprechen aber Russisch. Es kann und muss überall gehandelt werden, die Märkte wirken auch eher orientalisch, Kleidervorschriften für Frauen gibt es aber nicht. Ein Mix aus Islam und Russisch-Orthodox.

Wir merken, dass es wohl schon zu spät für den Friseur ist und gehen deswegen ans Meer. Strandpromenade. Döner für 80Kopeken (60Cent), Hamburger für 40. Sind das die Preise oder ist’s auch nur 30 Cent wert? Wir probieren’s aus…

Auf dem Weg zurück in die Stadt will Andi sich einmal, einmal im Leben die Schuhe putzen lassen. Der Schuhputzer heisst Adil, was Adolf auf türkisch bedeutet. Als er merkt, dass Andi Deutscher ist, muss er ein „Heil Hitler“ loswerden. Andi weist darauf hin, dass jene Zeiten zum Glück schon lange vorbei sind. Ausserdem will Adil einen Mercedes von uns. Aber keine Angst, keinen Neuen, ein alter, gebrauchter würde ihm schon reichen. Adil vergisst das Schuheputzen und redet nur noch von „Mercedes, Mercedes“. Seine Tochter hat am 24. August Geburtstag und wäre ihm furchtbar böse wenn er dann keinen Mercedes für sie hätte. Wir finden heraus, dass Adil nicht weiss was ein Micra ist.

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